Archiv für Oktober 2014

Kobane ist überall: Wir müssen uns wehren

FAZ 26.10.2014
Imran Ayata, Mitbegründer von Kanak Attak und Redakteur von Die Beute. Zeitschrift für Politik und Verbrechen, schreibt: „Was seit Wochen in Kobane passiert, betrifft uns alle, Eine Trennung zwischen dort und hier ist nicht mehr möglich“. Eigentlich müsste ein Aufschrei durch die Gesellschaft gehen, doch es ist still im Sinne einer künstlerisch-intellektuellen Intervention. Kobane ist überall und damit das Leben auch hier gelingen kann, „[…] braucht es eine Haltung der Einmischung und Kritik – dieser Tage sowohl gegen den reaktionären politischen Islam, den Faschismus des IS als auch den rassistischen Anti-Islamismus in Deutschland“.
zum Artikel

Wir sind ein Zusammenschluss von Personen, die im Nachtleben arbeiten oder gearbeitet haben – als VeranstalterInnen, hinter der Bar oder vorne an der Tür. Fassungslos verfolgen wir, was im Irak und Syrien passiert und fühlen die Verpflichtung aktiv zu werden. Wir haben uns auf den anfänglichen Demonstrationen getroffen und festgestellt, dass der UnterstützerInnenkreis fast ausschließlich aus der kurdischen Community und einigen wenigen deutschen Linken besteht. Dabei ist uns die Idee gekommen, eine Initiative zu starten, die auch Leute außerhalb dieses Kreises anspricht. Und das in einem Bereich in dem wir uns auskennen, vernetzt und kulturell verwurzelt sind – im Berliner Nachtleben.

Spendenkonto
Name: Initiative Rojava
Nummer: 610 508 848
BLZ: 590 501 01
IBAN: DE30 5905 0101 0610 5088 48
BIC: SAKS DE 55
Stichwort: Nachtleben für Rojava

Mail
nachtleben.rojava[at]riseup.net

Facebook
facebook.com/nachtlebenrojava

Habt ihr Interesse an der Kampagne teilzunehmen, tragt euch ins Kontaktformular ein.

‚NachtLeben für Rojava!‘

Liebe Clubs, Kneipen, Bars – liebe Veranstalter und Veranstalterinnen!
Liebe KünstlerInnen, Djs und Bands!

Wir wollen Euch mit dem folgenden Brief bitten, unseren Spendenaufruf für den Kampf der Bevölkerung im kurdischen Rojava gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen.

Das Autonomieprojekt Rojava liegt im kurdischen Teil Syriens. Hier wird trotz des anhaltenden Bürgerkrieges versucht, eine fortschrittliche Gesellschaftsform aufzubauen, die für die Gleichstellung und Gleichberechtigung aller dort lebenden Menschen steht – unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Geschlecht.

Dieses Projekt wird massiv durch die Angriffe des IS bedroht. Eine Niederlage hätte für die Region fatale Folgen. In den vom IS eroberten Gebieten werden Zivilisten, die als ‚Ungläubige‘ angesehen werden, massenhaft vertrieben, gefoltert und hingerichtet. Frauen werden als Sklavinnen verkauft, Kinder ihren Familien entrissen.

Die kurdischen Volksverteidigungskräfte der YPG und die Frauenverbände der YPJ stehen einem an Waffen und Ausrüstung weit überlegenen Feind gegenüber. Ihr Kampf wird von der internationalen Gemeinschaft weitestgehend ignoriert oder – wie im Falle der Türkei – sogar sabotiert.

Umso wichtiger ist UNSERE Unterstützung! Daher wollen wir Geld sammeln, um es den Kämpfenden und Leidtragenden vor Ort zur Verfügung zu stellen. Die humanitäre Situation ist katastrophal. Es fehlen Medikamente, Wasser, Lebensmittel sowie Decken und Kleidung. Nach Aussagen der Kämpfenden vor Ort werden außerdem dringend Waffen und Ausrüstung zur Verteidigung benötigt. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten und unterstützen den Aufruf des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan (YXK) und der Interventionistischen Linken (IL). Das Geld wird direkt den AktivistInnen in Rojava zur Verfügung gestellt. Denn nur diese können den aktuellen Bedarf an Notwendigem beurteilen und das Geld so bestmöglich einsetzen.

Wie wollen wir zusammen Geld auftreiben?

Unser Engagement ist genauso einfach wie wirksam. Bis zum Ende des Jahres unterstützen wir alle den Spendenaufruf unter dem Label ‚NachtLeben für Rojava‘. Dabei sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Zum Beispiel könntet ihr an einem oder mehreren Abenden pro zahlendem Gast eine Spende von 0,50€ bis 1€ sammeln, einen bestimmten Betrag spenden, ein Soli-Konzert spielen oder was auch immer euch einfällt. Letztendlich ist jede Spende willkommen! Wenn sich möglichst viele Clubs, VeranstalterInnen und Akteure des Nachtlebens an der Aktion beteiligen, kann mit relativ geringem Aufwand eine Menge Geld zusammenkommen und eine breite Öffentlichkeit geschaffen werden.

Wir, sind ein bunter Haufen aus VeranstalterInnen, Clubs, Bars, Kneipen, KünstlerInnen etc. Ursprünglich war unsere Kampagne auf Berlin beschränkt. Durch das große Interesse und den Zuspruch aus anderen Städten haben wir jedoch schnell bemerkt, dass wir das Projekt ausweiten müssen. So freuen wir uns sehr, wenn auch ihr die Kampagne unterstützt. Je mehr wir werden, desto besser!

Das Kultur- und Nachtleben, das wir repräsentieren, steht im krassen Widerspruch zu dem barbarischen Weltbild des IS! Zeigen wir uns solidarisch mit dem Kampf der Menschen in Rojava! Denn in diesem Kampf werden auch unsere Ideale einer freiheitlichen Gesellschaft verteidigt.

Darum: Setzt Euch unter das Vorhaben! Verbreitet diesen Aufruf! Hängt das Plakat in eure Fenster!
Sammelt was Ihr könnt. Diskutiert mit euren Clubs, Co-VeranstalterInnen und Labels.
Gemeinsam können wir eine Menge erreichen! Auch wir haben Verantwortung zu übernehmen!

Spendenkonto:
Name: Initiative Rojava
Nummer: 610 508 848
BLZ: 590 501 01
IBAN: DE30 5905 0101 0610 5088 48
BIC: SAKS DE 55
Spendenstichwort: Nachtleben für Rojava

Intellektuelle rufen zu Solidarität mit kurdischen Gebieten Nordsyriens auf

Entwicklungspolitik online (epo) 28.10.2014
Auf dem Online-Portal Entwicklungspolitik Online (epo) ist ein Artikel über unsere Kampagne veröffentlicht. Hier findet sich am Ende des Beitrages eine interessante Karte über die Gebiete und Gebietsansprüche Kurdistans im Laufe der Geschichte.
zum Artikel

Internationaler Aktionstag für die Solidarität mit Kobane 1. November 2014

Zum 1. November werden alle Menschen, die sich mit dem Widerstand von Kobanê solidarisieren dazu aufgerufen, in ihren Städten Aktionen, Demonstrationen, Kundgebungen und andere Formen des Protests zu organisieren. Es soll überall auf der Welt gezeigt werden, dass der Widerstand von Kobanê gegen den IS-Faschismus nicht allein ist. Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterstützen den Aufruf zur „Global Rally for Kobanê“.
Am 1. November starten auch wir unsere Kampagne.

zur Seite